Tagestip
Heute | 10.05 Uhr
Bangalore - oder Bengaluru, wie die Stadt seit einem Jahrzehnt offiziell heißt, - hat sich in jüngster Zeit durch seine IT-Industrie international einen Namen gemacht. Dank des High-Tech- und Luftfahrtsektors ist die Hauptstadt des südindischen Bundesstaates Karnataka zur viertgrößten Metropole Indiens geworden. Wie in den anderen Großstädten des Landes boomt auch hier der Bausektor. Doch das Erbe der Vergangenheit ist vielerorts noch erhalten. In der im 16. Jahrhundert gegründeten Altstadt erinnern Straßennamen an die einstigen Gewerbe, während sich in den kleinen Tempeln die architektonische Entwicklung der Region nachvollziehen lässt. Im 19. Jahrhundert übernahmen die britischen Kolonialherren die Kontrolle, was sich bis heute in zahlreichen Kirchen und Bildungsinstitutionen widerspiegelt. Die großen Parkanlagen, denen Bangalore den Beinamen "Gartenstadt" verdankt, sind bis heute wichtige Refugien im hektischen Lebensalltag.
Morgen | 9.05 Uhr
1944 einigen sich 44 Länder auf einer Konferenz im amerikanischen Bretton Woods auf den US-Dollar als internationale Leitwährung. Diese Entscheidung prägt die Welt seither. Es bildeten sich informelle Gruppen, wie die G7, später die G20. Doch in diesem Setting kann der globale Süden nicht die gewünschte Emanzipation erreichen. Nun ist die Gruppe der BRICS+ gerade dabei die Entdollarisierung voranzutreiben. Sie droht an ihrer Uneinigkeit zu scheitern und das Schicksal könnte auch die EU ereilen, die sich neuerdings auch von den USA emanzipieren will. Derzeit formieren sich die größten Volkswirtschaften der EU zu einer Gruppe der E6. Sie wollen die Integration vorantreiben. Informelle Gruppen sind schnell und flexibel, meist intransparent, sie sind unverbindlich und all das ist ihr Vorteil gegenüber multinationalen Organisationen.
09.06. | 9.30 Uhr
Eine pädagogisch hochwertige und umfassende Betreuung von Klein- und Kindergartenkindern erhöht die Chancengleichheit, fördert spätere Berufs- und Bildungskarrieren, verbessert sprachliche und soziale Kompetenzen und steigert die Erwerbstätigkeit der Eltern. Spätere Korrekturen sind nur mit geringerem Erfolg, sowie deutlich höherem finanziellen und personellen Aufwand möglich. Diesen gesellschaftlich-ökonomischen Zusammenhang hat man in Skandinavien schon seit Langem erkannt. Dementsprechend gilt die Elementarpädagogik als Grundlage für die positive Entwicklung der Gesellschaft. So hat der Beruf der Elementarpädagogin in Skandinavien einen deutlich höheren gesellschaftlichen Stellenwert als in Österreich. Unterstrichen wird dies durch die verpflichtende akademische Ausbildung, die für die Arbeit in diesem Berufsfeld erforderlich ist. Dazu kommen eine deutlich höhere Entlohnung und kleinere Gruppengrößen. In Wien zum Beispiel liegt die maximale Kindergarten-Gruppengröße bei den bis 3-Jährigen bei 15 Personen, bei den 3 bis 6-Jährigen sind es 25 Kinder. Häufig werden diese nur von einer einzigen Elementarpädagogin und einer Assistentin betreut. In Skandinavien liegt Verhältnis Kinder - Fachkraft bei Kleinkindern bei 1:3 bis 1:5, im Kindergartenalter liegt der Betreuungsschlüssel bei 1:5 bis 1:7. Ermöglichst wird dadurch eine individuelle Betreuung. Ein weiterer Vorteil des skandinavischen Modells ist die einheitliche staatliche Finanzierung und Steuerung des elementarpädagogischen Systems. In Österreich hingegen herrscht eine föderale Zersplitterung mit unterschiedlichen Öffnungszeiten und Unterstützungsleistungen.