Tagestip
Heute | 10.05 Uhr
Politisch ist Turku schon seit zweihundert Jahren nicht mehr die Hauptstadt Finnlands. Auf dem Gebiet der Kulinarik sieht man sich hier aber noch immer auf dem Spitzenplatz, wie ein Rundgang durch die Markthalle und zu lokalen Produzenten zeigt. Mit Superlativen geht es auch entlang der Küste der Bottensee weiter. Der historische Kern der Stadt Rauma ist als größte hölzerne Altstadt Skandinaviens Unesco-Weltkulturerbe, das Kvarken-Archipel vor Vaasa, der schwedischsten aller finnischen Städte, Unesco-Weltnaturerbe. Dass der Gin, der hier in der Gegend gebrannt wird, bereits mehrere Weltmeistertitel gewonnen hat, versteht sich da fast von selbst. Georg Renöckl hat die Westküste Finnlands bereist.
Wer braucht schon Paris, wenn man Turku hat, lautet ein finnisches Sprichwort. Nicht zufällig steht es auch auf einem Plakat in der historischen Markthalle im Zentrum der historischen Hauptstadt Finnlands zu lesen, einem Ort der puren Lebensfreude. Neben allen denkbaren Herrlichkeiten aus dem Meer und von den Äckern der Region gibt es hier auch Zimtschnecken aus Sauerteig zu kaufen, die Kennern als die besten Finnlands gelten. Gebacken werden sie an einem Ort mit ungewöhnlicher Geschichte: Wo heute Sauerteige reifen, schwitzten einst Finnlands gefährlichste Häftlinge - in der Sauna des Hochsicherheitsgefängnisses von Kakola. Die Backstein-Festung auf einem Hügel über Turku ist heute ein Hotel, das augenzwinkernd auf seine Vergangenheit anspielt. Die originalen erhaltenen Zellen, in denen man auf Wunsch übernachten kann, sollen vor allem bei jungvermählten Paaren sehr beliebt sein.
Wer braucht schon Paris, wenn man Turku hat, lautet ein finnisches Sprichwort. Nicht zufällig steht es auch auf einem Plakat in der historischen Markthalle im Zentrum der historischen Hauptstadt Finnlands zu lesen, einem Ort der puren Lebensfreude. Neben allen denkbaren Herrlichkeiten aus dem Meer und von den Äckern der Region gibt es hier auch Zimtschnecken aus Sauerteig zu kaufen, die Kennern als die besten Finnlands gelten. Gebacken werden sie an einem Ort mit ungewöhnlicher Geschichte: Wo heute Sauerteige reifen, schwitzten einst Finnlands gefährlichste Häftlinge - in der Sauna des Hochsicherheitsgefängnisses von Kakola. Die Backstein-Festung auf einem Hügel über Turku ist heute ein Hotel, das augenzwinkernd auf seine Vergangenheit anspielt. Die originalen erhaltenen Zellen, in denen man auf Wunsch übernachten kann, sollen vor allem bei jungvermählten Paaren sehr beliebt sein.
Morgen | 19.05 Uhr
In Marokko demonstrierten vergangenen Herbst vorwiegend junge Menschen für eine Verbesserung des Bildungs- und des Gesundheitssystems sowie gegen die Korruption im Land. "GenZ 212" nennt sich die größte Protestwelle seit dem "arabischen Frühling"; "212" steht für die Telefonvorwahl des Landes. Ihr Hauptkritikpunkt: Während das Land Milliarden für die Austragung des Afrika-Cups und die Fußball-WM 2030 in die Hand nimmt, liegt das Sozialwesen im Argen. Im Zuge der Demonstrationen kam zu Todesfällen und Verhaftungen. Während die Protestwelle weitgehend abgeklungen ist, scheinen die grundlegenden sozialen Probleme in Marokko keineswegs gelöst.
02.06. | 9.30 Uhr
Felix ist ein begnadeter Theatermacher und in der Szene ein Star. Seine Inszenierungen sind herausfordernd, aufregend, legendär. Nun will er Shakespeares "Der Sturm" auf die Bühne bringen. Das soll ihn noch berühmter machen - und ihm helfen, eine private Tragödie zu vergessen. Doch nach einer Intrige seiner engsten Mitarbeiter zieht sich Felix zurück, verliert sich in Erinnerungen und sinnt auf Rache. Die Gelegenheit kommt zwölf Jahre später, als ein Zufall die Verräter in seine Nähe bringt. Mit "Hexensaat" hat die kanadische Schriftstellerin Margret Atwood anlässlich des großen Shakespeare-Jubiläumsjahres 2016 ein Pendant zu dessen Drama "Der Sturm" geschaffen. Ob dieses auch gelungen ist, erörtert Tim Felchlin gemeinsam mit Sylvia Mieszkowski, Professorin für britische Literatur am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien.