Tagestip
Heute | 10.05 Uhr
Namibia ist eines der landschaftlich abwechslungsreichsten und gleichzeitig eines der am leichtesten zu bereisenden Ländern Afrikas. Seinen Namen hat der junge, erst 1990 unabhängig gewordene Staat von der Namib, der ältesten Wüste der Welt. Sie erstreckt sich entlang der Atlantik-Küste gut 2.000 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und greift etwa 150 Kilometer ins Land hinein. Die gigantischen Sanddünen rund um das Weltnaturerbe Sossusvlei bieten eine gute Gelegenheit, mit dieser Landschaft der Kargheit auf Tuchfühlung zu gehen. Überlebenskünstler wie die Nara-Pflanze und die Oryx-Antilope bekommt man zu Gesicht, und wenn es geregnet hat, scheint die Vegetation für kurze Zeit regelrecht zu explodieren.
Morgen | 9.05 Uhr
Die Digitalisierung hat viele analoge Möglichkeiten verdrängt, vom Bezahlen bis zu Behördenwegen, und setzt damit voraus, dass alle Menschen Geräte bedienen, online navigieren und ständig neue Updates bewältigen können. Wo analoge Alternativen verschwinden, entsteht Ausgrenzung: nicht, weil Menschen "zu wenig können", sondern weil Systeme wenig Rücksicht darauf nehmen, dass Lebensrealitäten, Körper und Gewohnheiten unterschiedlich sind. Die fortschreitende Digitalisierung verlangt ständige Anpassung. Apps ändern sich, Oberflächen werden neu gestaltet, Passwörter müssen komplexer sein, Behördenwege wandern ins Netz. Für viele Menschen ist das mehr, als sie leisten können. Die Folge: Überforderung, Rückzug, Ausschluss.
Morgen | 19.05 Uhr
Die (wochen-)tägliche Wissenschaftssendung präsentiert die aktuellen Ergebnisse geistes- und naturwissenschaftlicher Forschung, analysiert deren soziale Auswirkungen, ermöglicht den Dialog zwischen den einzelnen Fachdisziplinen, stellt und beantwortet Fragen zu Geschichte und Gesellschaft des vergangenen Jahrhunderts, diskutiert Weltbilder und Weltdeutungen.
03.02. | 9.30 Uhr
2 Millionen Mal wurde ein Youtube Video angeklickt: Es zeigt einen entnervten deutschen Urlaubsreisenden auf einer österreichischen Autobahn. Der Wohnwagen-Urlauber steckt schon seit Stunden im Stau fest. Auf die Frage eines Reporters wie die Stimmung denn so sei, rastet der Mann völlig aus und schlägt auf den Reporter ein.
Viele Menschen lassen den täglichen Stau, zum Beispiel auf dem Weg in die Arbeit, wie ein Naturereignis über sich ergehen. Die Akzeptanz sinkt jedoch, wenn Staus außerhalb der Norm auftreten. Das führt, je nach Charakter und persönlicher Situation, zu Stress, Lethargie oder Aggressionen. Verschärft wird die Situation durch Einflüsse wie starke Hitze oder schreiende Kinder im Auto. Die Möglichkeiten den erzwungenen Stillstand produktiv zu nutzten sind begrenzt und beschränken sich meist auf Radiohören oder E-Mails lesen. Neben der reduzierten Aktivität sind lange Staus auch "Gleichmacher", da sie Prestigeunterschiede zum Verschwinden bringen - im teuren Sportwagen steht man genauso lange im Stau wie im alten, verrosteten Kleinwagen.
Viele Menschen lassen den täglichen Stau, zum Beispiel auf dem Weg in die Arbeit, wie ein Naturereignis über sich ergehen. Die Akzeptanz sinkt jedoch, wenn Staus außerhalb der Norm auftreten. Das führt, je nach Charakter und persönlicher Situation, zu Stress, Lethargie oder Aggressionen. Verschärft wird die Situation durch Einflüsse wie starke Hitze oder schreiende Kinder im Auto. Die Möglichkeiten den erzwungenen Stillstand produktiv zu nutzten sind begrenzt und beschränken sich meist auf Radiohören oder E-Mails lesen. Neben der reduzierten Aktivität sind lange Staus auch "Gleichmacher", da sie Prestigeunterschiede zum Verschwinden bringen - im teuren Sportwagen steht man genauso lange im Stau wie im alten, verrosteten Kleinwagen.