Tagestip
Heute | 19.05 Uhr
Bei Wildtierkriminalität denken viele zuerst an gewilderte Leoparden, geschmuggelte Elefantenstoßzähne oder Haifischflossen auf asiatischen Märkten - illegale Taten in fernen Ländern. Doch auch in Österreich wird Wildtieren unerlaubterweise nachgestellt. Seeadler und andere bedrohte und geschützte Vogelarten werden vergiftet, kontrovers diskutierte Raubtiere wie Luchs und Wolf heimlich geschossen. In den vergangenen zehn Jahren sind Fälle von über 200 Greifvögeln und mehr als einem Dutzend Säugetieren dokumentiert - die Dunkelziffer ist hoch. Die wichtigsten Motive der Täterinnen und Täter: illegale Trophäenjagd und Konflikte zwischen den Nutzungsansprüchen der Menschen und dem Schutz der Wildtiere. Für mehr Aufmerksamkeit und eine bessere Strafverfolgung und Verurteilung kooperieren Tier- und Naturschutzorganisationen mit spezialisierten Behörden und Justiz und Exekutive.
Morgen | 21.00 Uhr
Der Wiener Michael Marco Fitzthum performte seinen ersten Song als Sechsjähriger vor seiner Kindergartengruppe. Mit sechzehn nahm er sich vor, "ein großes Buch zu schreiben" und erklärte seinen Mitschülern, er müsse nicht lernen: "Ich werde berühmt". Als Mittzwanziger war er Alkoholiker, wollte "die größte österreichische Band aller Zeiten" gründen, nahm den Künstlernamen Marco "Wanda" an und ging auf die Suche nach Musikern für eine gleichnamige Band. Drei Jahre später standen die ersten beiden Wanda-Alben gleichzeitig auf Platz 1 und 2 der Album-Charts, ausverkaufte Hallen im gesamten deutschsprachigen Raum tanzten zu "Tante Ceccarelli" aus "Bologna", der Schriftsteller Rainald Götz sang am Ende seiner Büchnerpreis-Rede "Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag Amore, Amore" und der deutsche "Musikexpress" schrieb in einer zehnseitigen Coverstory: "Wanda ist die vielleicht letzte wichtige Rock'n'Roll-Band unserer Generation". Marco Wanda ist heute 38, sehr berühmt, seit einigen Monaten nüchtern - und hat sein erstes Buch geschrieben: "Dass es uns überhaupt gegeben hat". Eine literarische Aufarbeitung von fünfzehn irren Jahren zwischen Sprachkunst-Studium, Instant-Ruhm, Musikbusiness, Rausch, Krankheit und Tod. Wie Wandas Songs stand auch sein Buch ganz oben in den Bestseller-Listen. Doch vom Berühmtwerden-Wollen rät der Autor mittlerweile ab: "Lassen Sie's! Es ist furchtbar."
16.01. | 19.05 Uhr
Im Juli 2025 hat der Nationalrat die "Messenger-Überwachung" mit den Stimmen von ÖVP, SPÖ und Teilen der NEOS beschlossen. Der Staat kann in Zukunft kommerzielle Überwachungssoftware erwerben und Smartphones überwachen. Welches Tool wird zum Einsatz kommen, und was ist damit möglich? Kritiker warnen: Mit der Entscheidung Spyware einzusetzen, schaffen Staaten einen finanziellen Anreiz Sicherheitslücken auszunutzen, statt sie zu schließen - damit werden die Geräte aller Bürgerinnen und Bürger anfällig für Hacks. Darüber hinaus agiert die Spyware-Industrie weitgehend im Verborgenen und zunehmend kommen Fälle von Missbrauch an die Öffentlichkeit, zuletzt in Serbien und Italien.
Benjamin Breitegger beleuchtet das Thema auf europäischer Ebene, spricht mit Betroffenen und diskutiert die Forderung nach einem EU-weiten Verbot von Spyware.
Benjamin Breitegger beleuchtet das Thema auf europäischer Ebene, spricht mit Betroffenen und diskutiert die Forderung nach einem EU-weiten Verbot von Spyware.