Tagestip
Heute | 18.25 Uhr
Dieser Tage jährt sich der Beginn des Krieges im Sudan zum dritten Mal. Dieser Konflikt ist laut UNO eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt: Mehr als 12 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben, weit mehr als vier Millionen flohen in die Nachbarländer. Fast ein Drittel der verbliebenen Bevölkerung leidet an Hunger und ist auf Lebensmittellieferungen angewiesen. Weiterhin werden täglich ganze Dörfer und Städte aus der Luft bombardiert, vor allem mit Drohnen. Gezielt werden auch Krankenhäuser ins Visier genommen.
Ende Oktober 2025 fand ein regelrechtes Massaker an der Zivilbevölkerung statt: Die Miliz RSF nahm Al-Faschir, die Hauptstadt der Region ein und metzelte in nur drei Tagen bis zu 70.000 Menschen nieder. Bis heute ist das Ausmaß der Verbrechen einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt; die Aufarbeitung der brutalen Geschehnisse und die internationalen Ermittlungen haben gerade erst begonnen. Klar ist bereits: Die Übergriffe trugen Merkmale eines Völkermordes und sind die größten Kriegsverbrechen seit dem Genozid 1994 in Ruanda.
Ende Oktober 2025 fand ein regelrechtes Massaker an der Zivilbevölkerung statt: Die Miliz RSF nahm Al-Faschir, die Hauptstadt der Region ein und metzelte in nur drei Tagen bis zu 70.000 Menschen nieder. Bis heute ist das Ausmaß der Verbrechen einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt; die Aufarbeitung der brutalen Geschehnisse und die internationalen Ermittlungen haben gerade erst begonnen. Klar ist bereits: Die Übergriffe trugen Merkmale eines Völkermordes und sind die größten Kriegsverbrechen seit dem Genozid 1994 in Ruanda.
Morgen | 18.25 Uhr
Den Industrieländern des globalen Nordens fehlt es zunehmend an Pflegekräften. Sie rekrutieren deshalb Personal in armen Ländern des Südens: Großbritannien bedient sich seit dem Brexit - gegen den Willen der WHO - in bitterarmen afrikanischen Ländern; auch Österreich versucht verstärkt, Pflegerinnen aus Ländern wie Vietnam, Indonesien oder Kolumbien anzuwerben. Von deren Geldüberweisungen profitieren ihre Familien und die Wirtschaft ihrer Heimatländer. Andererseits aber zerbrechen viele Familien von Arbeitsmigrantinnen. Da vor allem gut qualifizierte Pflegekräfte auswandern, kommt es zu einem Brain-Drain. Die Gesundheitsversorgung in Ländern wie Kenia oder den Philippinen verschlechtert sich.
22.04. | 19.05 Uhr
"Fantasie ist wichtiger als Wissen", sagt Albert Einstein - und das gilt auch in der Mathematik, die viele noch immer für eine graue Disziplin halten. Tatsächlich braucht es aber in der Spitzenmathematik nicht weniger Kreativität als in der Kunst - nur eben eine andere. Drei Berufsmathematiker*innen erzählen aus ihrem Arbeitsalltag - von Geistesblitzen, gedanklichen Irrwegen und mühevollem Herumprobieren. Woher kommen die Anregungen? Was tun, wenn ein Beweis stockt? Welche Tricks helfen bei mentalen Blockaden? Die Gespräche zeigen, wie neue Ideen entstehen und warum Scheitern zur kreativen Mathematik gehört. Sie ist mehr als bloße Rechenkunst, die Computer schon immer besser beherrschten als Menschen.