Tagestip
Heute | 10.05 Uhr
Eines Morgens entdeckt der Fischer Jaime Beltrán Centeno ein Wesen im Süßwassersee Chichankanab, das da nicht hingehört: einen Hammerhai. Wie kommt dieses Meerestier in einen See, der 100 Kilometer vom Meer entfernt liegt? Der Höhlentaucher Robbie Schmittner sucht die Antwort unter der Erde, in wassergefüllten Höhlen, den "Cenotes". Er glaubt an ein gigantisches unterirdisches Netzwerk, das größte wassergefüllte Höhlensystem der Welt, das bis zum Meer reichen könnte und von dem wir nur einen winzigen Teil kennen. Geboren ist Robbie Schmittner im Spessart, aber schon seit mehr als 25 Jahren taucht er in den Cenoten und sucht Verbindungen zwischen den Höhlen. Die Zeit drängt: Verschmutzung bedroht diese einzigartigen Ökosysteme. Mexikanische Aktivistinnen versuchen, sie zu retten. Gleichzeitig kommen massenhaft Touristen, um in ihnen zu baden. Für die Maya sind Cenoten der Eingang zur Unterwelt. Legenden und Mythen ranken sich um sie. Aber auch die Wissenschaftl steht immer wieder vor Rätseln. Die Unterwasserhöhlen von Yucatan in Mexiko gehören zu den geheimnisvollsten Orten der Welt.
Morgen | 9.05 Uhr
Die menschlichen Verhaltensweisen sind stark davon geprägt, in welchem Umfeld jemand aufwächst - Kultur, Religion, Traditionen, historische Erfahrungen und daraus resultierende gesamtgesellschaftliche, aber auch gruppenspezifische Überzeugungen. Selbst die Frage, ob man in einem Wüstengebiet oder in fruchtbaren Gefilden, in dicht besiedelten Gebieten oder in der Abgeschiedenheit lebt, haben Einfluss auf ein Phänomen: die Mentalität.
"Die spinnen, die Römer!", meint der Gallier Obelix regelmäßig im Asterix-Comic. Was hier humoristisch transportiert wird, kann im realen Leben schnell in bedenkliche Richtungen abgleiten. Dann nämlich, wenn Zuschreibungen über ganze Nationen oder bestimmte Subgruppen ins Abwertende oder gar Entmenschlichende tendieren. Zugleich sind Denk- und Verhaltensmuster aber sehr wohl davon abhängig, wo und wie jemand aufgewachsen ist. Das zu analysieren und dabei auch kritisch zu hinterfragen, ist Aufgabe der Mentalitätsforschung. Diese gliedert sich in verschiedene Gebiete: Es gibt die Mentalitätsgeschichte, oder die soziologisch-politikwissenschaftliche Perspektive und nicht zuletzt die psychologische Verhaltensforschung.
"Die spinnen, die Römer!", meint der Gallier Obelix regelmäßig im Asterix-Comic. Was hier humoristisch transportiert wird, kann im realen Leben schnell in bedenkliche Richtungen abgleiten. Dann nämlich, wenn Zuschreibungen über ganze Nationen oder bestimmte Subgruppen ins Abwertende oder gar Entmenschlichende tendieren. Zugleich sind Denk- und Verhaltensmuster aber sehr wohl davon abhängig, wo und wie jemand aufgewachsen ist. Das zu analysieren und dabei auch kritisch zu hinterfragen, ist Aufgabe der Mentalitätsforschung. Diese gliedert sich in verschiedene Gebiete: Es gibt die Mentalitätsgeschichte, oder die soziologisch-politikwissenschaftliche Perspektive und nicht zuletzt die psychologische Verhaltensforschung.
27.05. | 19.05 Uhr
Seit gut 20 Jahren ist das Europäische Emissionshandelssystem das wichtigste Klimaschutzinstrument der EU. Ziel ist es, die Treibhausgase der EU, Islands, Norwegens und Liechtensteins dauerhaft zu senken. Dafür werden an die Energiewirtschaft und an Industrien, die viel CO2 und andere Treibhausgase ausstoßen, Zertifikate ausgegeben, die bei erfolgreicher CO2-Reduktion an andere verkauft werden können. Gleichzeitig werden die Gesamtmenge an Zertifikaten und damit die legalen Emissionen immer weiter gesenkt. Neben dem europäischen System gibt es auch einen großen Markt an privaten CO2-Zertifikaten: Firmen kaufen Zertifikate von Klimaschutzprojekten, um ihre eigene Treibhausgasbilanz zu verbessern. Auch das EU-System lässt einen Spielraum von fünf Prozent der Emissionen, der mit privaten Zertifikaten gefüllt werden kann. Wie funktioniert der europäische Emissionshandel, was bedeutet er für die globale Wettbewerbsfähigkeit der EU und wie effektiv ist er tatsächlich im Klimaschutz?