Tagestip
Heute | 18.25 Uhr
Blickt man auf die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte im Nahost-Konflikt, dann ist eigentlich nichts besser geworden. Bei den meisten Israelis ist das Sicherheitsgefühl nach dem Hamas-Terror des 7. Oktober 2023 nachhaltig zerstört. Im Gazastreifen versucht die palästinensische Bevölkerung nach mehr als zwei Jahren Krieg zu überleben, ihre Zukunft ist völlig unklar. Palästinenser im Westjordanland leiden immer mehr unter der israelischen Besatzung: Dort sind Gewalt durch radikale Siedler, Militäreinsätze und Vertreibungen an der Tagesordnung. Und auf beiden Seiten gibt es nicht mehr viele Menschen, die an ein friedliches Zusammenleben oder gar an eine Lösung des Konflikts glauben.
Aber es gibt diese Menschen. Es sind wenige, oft werden sie für naiv gehalten, belächelt oder angefeindet. Doch sie verbindet, dass sie der Überzeugung sind, dass ein Zusammenleben in der Region nur gemeinsam möglich ist. Was treibt sie an?
Aber es gibt diese Menschen. Es sind wenige, oft werden sie für naiv gehalten, belächelt oder angefeindet. Doch sie verbindet, dass sie der Überzeugung sind, dass ein Zusammenleben in der Region nur gemeinsam möglich ist. Was treibt sie an?
Morgen | 19.05 Uhr
Bei Wildtierkriminalität denken viele zuerst an gewilderte Leoparden, geschmuggelte Elefantenstoßzähne oder Haifischflossen auf asiatischen Märkten - illegale Taten in fernen Ländern. Doch auch in Österreich wird Wildtieren unerlaubterweise nachgestellt. Seeadler und andere bedrohte und geschützte Vogelarten werden vergiftet, kontrovers diskutierte Raubtiere wie Luchs und Wolf heimlich geschossen. In den vergangenen zehn Jahren sind Fälle von über 200 Greifvögeln und mehr als einem Dutzend Säugetieren dokumentiert - die Dunkelziffer ist hoch. Die wichtigsten Motive der Täterinnen und Täter: illegale Trophäenjagd und Konflikte zwischen den Nutzungsansprüchen der Menschen und dem Schutz der Wildtiere. Für mehr Aufmerksamkeit und eine bessere Strafverfolgung und Verurteilung kooperieren Tier- und Naturschutzorganisationen mit spezialisierten Behörden und Justiz und Exekutive.
15.01. | 21.00 Uhr
Der Wiener Michael Marco Fitzthum performte seinen ersten Song als Sechsjähriger vor seiner Kindergartengruppe. Mit sechzehn nahm er sich vor, "ein großes Buch zu schreiben" und erklärte seinen Mitschülern, er müsse nicht lernen: "Ich werde berühmt". Als Mittzwanziger war er Alkoholiker, wollte "die größte österreichische Band aller Zeiten" gründen, nahm den Künstlernamen Marco "Wanda" an und ging auf die Suche nach Musikern für eine gleichnamige Band. Drei Jahre später standen die ersten beiden Wanda-Alben gleichzeitig auf Platz 1 und 2 der Album-Charts, ausverkaufte Hallen im gesamten deutschsprachigen Raum tanzten zu "Tante Ceccarelli" aus "Bologna", der Schriftsteller Rainald Götz sang am Ende seiner Büchnerpreis-Rede "Wenn jemand fragt, wofür du stehst, sag Amore, Amore" und der deutsche "Musikexpress" schrieb in einer zehnseitigen Coverstory: "Wanda ist die vielleicht letzte wichtige Rock'n'Roll-Band unserer Generation". Marco Wanda ist heute 38, sehr berühmt, seit einigen Monaten nüchtern - und hat sein erstes Buch geschrieben: "Dass es uns überhaupt gegeben hat". Eine literarische Aufarbeitung von fünfzehn irren Jahren zwischen Sprachkunst-Studium, Instant-Ruhm, Musikbusiness, Rausch, Krankheit und Tod. Wie Wandas Songs stand auch sein Buch ganz oben in den Bestseller-Listen. Doch vom Berühmtwerden-Wollen rät der Autor mittlerweile ab: "Lassen Sie's! Es ist furchtbar."