Tagestip


Heute | 10.05 Uhr

In Luxemburg sprechen die meisten EinwohnerInnen zwei bis vier Sprachen. Menschen aus nahezu 170 Nationen sind hier ansässig. Ausdruck des weltoffenen Flairs ist der Kirchberg auf einem Plateau hoch über der Stadt, auf dem sich zahlreiche europäische Organisationen befinden. Hier erzählt ein Richter von der herausfordernden Arbeit im Gerichtshof der Europäischen Union. Und die luxemburgische Autorin Elise Schmit führt zu einem ihrer Lieblingsorte und beschreibt, wie die sprachliche Vielfalt ihr Leben geprägt hat.

Heute | 17.10 Uhr

Während romanische und skandinavische Sprachen ihren Namen für das Osterfest vom jüdischen Pessach übernommen haben und die meisten slawischen Sprachen es schlicht als "Große Nacht", "Großen Tag" oder "Auferstehung" bezeichnen, stehen das Englische und das Deutsche mit Easter und Ostern recht allein da. Wahrscheinlich war es der angelsächsische Mönch Bonifatius, der als Bischof der bekehrten germanischen Stämme im frühen 8. Jahrhundert den Begriff "ostarun" im deutschen Sprachraum etablierte. Dieses Wort wiederum geht vermutlich auf dieselbe indogermanische Wurzel zurück wie Eos, der Name der griechischen Göttin der Morgenröte, die allmorgendlich mit ihrem Pferdegespann aus dem Okeanos auftaucht, um ihrem Bruder, dem Sonnengott Helios, vorauszufahren - ex oriente lux!

Morgen | 19.05 Uhr

Ochs und Esel sucht man in diesen Krippen vergeblich, dafür ist der Auferstandene, die Kreuzigung und vielleicht sogar das Letzte Abendmahl zu sehen: Wie zu Weihnachten werden da und dort die biblischen Berichte auch zu Ostern mit kleinen Figuren nachgestellt.
Passend zum Osterfest wirft die Reihe "Memo - Ideen, Mythen, Feste" am Ostermontag einen Blick auf die Osterkrippen (auch Fasten- oder Passionskrippen genannt), wie sie in der Zeit des Barock, im 17. und 18. Jahrhundert, besonders populär gewesen sind - bis ihnen Kaiser Joseph II. im Sinne der Aufklärung ein Ende bereiten wollte.
Ganz verschwunden sind sie freilich nie - heute erfreuen sie sich, so hört man, wieder wachsender Beliebtheit.
Eigens dargestellt wurde und wird oft auch das Heilige Grab mit dem Leichnam Jesu (am Karfreitag - bis zur Feier der Osternacht). An manchen Orten ist es dauerhaft in einen so genannten "Kalvarienberg" integriert, auf dem der ganze Kreuzweg Jesu zu sehen ist (wie er meist in Bildern oder Reliefs bis heute in praktisch allen katholischen Kirchen zu finden ist).
Die Absicht dahinter: In der Zeit der Gegenreformation sollte den Menschen der katholische Glaube auf eine besonders sinnenfreudige Art und Weise wieder nähergebracht werden, um sie von der eher nüchternen, protestantischen Form wegzubekommen.

07.04. | 9.30 Uhr

Wie kann ich im Angesicht der drohenden Klimakrise gut leben? Welche Utopien lassen sich heute für ein gutes Morgen finden? Kann ein Leben trotz aller Krisen und Erschwernisse gelingen? Die Philosophin Lisz Hirn gibt Antworten auf existenzielle Lebensfragen und Sorgen. Eine Mischung aus philosophischer Lebensorientierung und Wissensvermittlung über die großen Denker:innen von der Antike bis heute. Denn die wichtigsten Fragen des Lebens beschäftigen die Menschheit schon viele Jahrtausende.
Brauche ich eine Familie und Kinder, um Sinn zu finden? Werden wir zu sehr von Sozialen Medien in Beschlag genommen, so dass wir den Sinn unseres eigenen Lebens verpassen? Sind wir nur noch wie Sisyphos, der jeden Tag denselben Stein auf den Berg rollt? Wie kann man die "Trotzmacht des Geistes" gegen alle Widrigkeiten stärken? Mit diesen Fragen hat sich der Psychiater und Logotherapeut Viktor Frankl auseinandergesetzt. Wie und warum man trotzdem "Ja zum Leben" sagen sollte, können wir von Frankl und seinen Lebenserfahrungen lernen.