Tagestip


Heute | 11.40 Uhr

Außerhalb der EU können Roaminggebühren auch 2026 noch zur Falle werden. Gesetzlich vorgeschriebene Kostengrenzen von 60 und 120 Euro schützen zwar vor dem Schlimmsten, Konsumentinnen und Konsumenten sollten sich trotzdem schon vor dem Urlaub überlegen, wie sie im Reiseland kommunizieren wollen. Wer nur gelegentlich online sein möchte, kommt mit einem Roamingpaket des heimischen Mobilfunkanbieters aus, für intensivere Nutzung ist eine lokale SIM-Karte oder eSIM die günstigere Wahl. Bei Onlineanbieter wie Holafly oder Airalo kann man eine eSIM bereits vor dem Urlaub bekommen. Wer nach der Rückkehr trotzdem unklare Posten auf der Handyrechnung entdeckt, sollte rasch beim Anbieter reklamieren, rät die Arbeiterkammer Wien.

Morgen | 10.05 Uhr

Der Pianist Karen Asatrian und die Violinistin Anna Hakobayan stammen beide aus der armenischen Hauptstadt Jerewan, leben seit Jahrzehnten in Klagenfurt. Geschult am renommierten Konservatorium ihrer Heimatstadt, verbinden sie als Duo Masis seit über zwanzig Jahren klassische Virtuosität mit der Freiheit des Jazz. Der Name "Masis" - der armenische Name des biblischen Berges Ararat - steht für Herkunft, Identität und Sehnsucht. Diese Motive durchziehen ihr Repertoire aus eigenen Kompositionen, Jazzstandards, Filmmusik und armenischen Volksliedern. Um abseits der Musik ihre Heimat auch den Menschen in der Wahlheimat Österreich nahezubringen, organisieren Anna Hakobayan und Karen Asatrian Reisen nach Armenien. Dort besuchen sie neben den Sehenswürdigkeiten im Land auch die Musikschule an der die von der AMAT Foundation geförderten Kinder Konzerte geben. "Wir hatten das Glück nach der Wende nach Österreich zu kommen und dort durch unsere gute Ausbildung als Musiker*Innen Musik leben und arbeiten zu können, daher wollten wir etwas zurückgeben."

20.04. | 18.25 Uhr

Dieser Tage jährt sich der Beginn des Krieges im Sudan zum dritten Mal. Dieser Konflikt ist laut UNO eine der schlimmsten humanitären Katastrophen der Welt: Mehr als 12 Millionen Menschen wurden innerhalb des Landes vertrieben, weit mehr als vier Millionen flohen in die Nachbarländer. Fast ein Drittel der verbliebenen Bevölkerung leidet an Hunger und ist auf Lebensmittellieferungen angewiesen. Weiterhin werden täglich ganze Dörfer und Städte aus der Luft bombardiert, vor allem mit Drohnen. Gezielt werden auch Krankenhäuser ins Visier genommen.
Ende Oktober 2025 fand ein regelrechtes Massaker an der Zivilbevölkerung statt: Die Miliz RSF nahm Al-Faschir, die Hauptstadt der Region ein und metzelte in nur drei Tagen bis zu 70.000 Menschen nieder. Bis heute ist das Ausmaß der Verbrechen einer breiten Öffentlichkeit nicht bekannt; die Aufarbeitung der brutalen Geschehnisse und die internationalen Ermittlungen haben gerade erst begonnen. Klar ist bereits: Die Übergriffe trugen Merkmale eines Völkermordes und sind die größten Kriegsverbrechen seit dem Genozid 1994 in Ruanda.