Tagestip


Heute | 19.05 Uhr

Hell, rhythmisch und ein wenig metallisch: So hören sich die ikonischen Chipmusik-Soundtracks der 1980er-Jahre an, etwa in Spielen wie Castlevania oder Super Mario Bros. Frühe Computer und Spielekonsolen besaßen eigene Soundchips, die Töne in Echtzeit erzeugten. Gespeichert wurde nicht die fertige Musik, sondern gewissermaßen ein Bauplan aus Befehlen, den der Chip während des Spiels in Klang umsetzte.
Bis Videospiele überhaupt so klingen konnten, war es allerdings ein weiter Weg. Die frühen Spiele entstanden in den 1950er- und 1960er-Jahren auf Großrechnern an Universitäten - noch ganz ohne Ton. Erst in den 1970ern, als die ersten Arcade-Automaten in Spielhallen und Bars aufgestellt werden, kommen einfache elektronische Geräusche hinzu. In den 1980ern prägten viele japanische Komponistinnen und Komponisten den charakteristischen 8-Bit-Sound - und brachten Melodien hervor, die bis heute Kultstatus haben. Für Matrix berichtet Hannah Balber über die Klangwelt der frühen Videospiele.

Morgen | 14.00 Uhr

Im Zentrum steht Theresa. Bäuerin. Mutter. Eine Frau, deren Leben von Arbeit geprägt ist - von früh bis spät, über Jahrzehnte hinweg. Drei Kinder hat sie großgezogen, den Hof geführt, durchgehalten. Doch jetzt geht es nicht mehr. Ihr Körper streikt, oder ist es etwas anderes? Eine Erschöpfung, die tiefer reicht als das Sichtbare. Eine Leerstelle, für die es keine einfache Diagnose gibt. Was fehlt Theresa? Was ist geschehen? Und warum spricht niemand darüber?

10.05. | 9.05 Uhr

Fünf Kinder hat Daniela Schiller großgezogen, zwei Mal bekam sie sogar (unerwartet) Zwillinge. Die mittlerweile Anfang 50-Jährige wusste immer, dass sie Mutter sein wollte und diesen Nicht-Beruf erfüllt sie mit Hingabe, Leidenschaft und der Bereitschaft, sich selbst ständig weiterzuentwickeln. Denn Kinder sind ja bekanntlich die besten Lehrmeister. Kinder im Großwerden zu begleiten, braucht Zeit - Zeit, die nicht bezahlt wird. Energie und Ressourcen, die sich nicht messen lassen. Mutter, das ist man nebenher. Wer "nur" zu Hause ist, so der Tenor im medialen und gesellschaftlichen Diskurs, leistet nichts bzw. zu wenig und bekommt keine finanzielle Anerkennung. Schnell droht auch der Stempel "Tradwife" in einer emotionalen Debatte um Chancengleichheit und Frauenrechte.