Tagestip
02.06. | 9.30 Uhr
Felix ist ein begnadeter Theatermacher und in der Szene ein Star. Seine Inszenierungen sind herausfordernd, aufregend, legendär. Nun will er Shakespeares "Der Sturm" auf die Bühne bringen. Das soll ihn noch berühmter machen - und ihm helfen, eine private Tragödie zu vergessen. Doch nach einer Intrige seiner engsten Mitarbeiter zieht sich Felix zurück, verliert sich in Erinnerungen und sinnt auf Rache. Die Gelegenheit kommt zwölf Jahre später, als ein Zufall die Verräter in seine Nähe bringt. Mit "Hexensaat" hat die kanadische Schriftstellerin Margret Atwood anlässlich des großen Shakespeare-Jubiläumsjahres 2016 ein Pendant zu dessen Drama "Der Sturm" geschaffen. Ob dieses auch gelungen ist, erörtert Tim Felchlin gemeinsam mit Sylvia Mieszkowski, Professorin für britische Literatur am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien.
Heute | 11.05 Uhr
Als die talentierte angehende Sängerin Nina eines Tages wie aus dem Nichts ihre Stimme verliert, verlässt sie fluchtartig die Musikhochschule. Ihre Suche nach Hilfe führt sie nach Wien und zu einer unkonventionellen Gesangslehrerin. Doch erst als sie die Japanerin Yuko kennenlernt, eröffnet sich ihr eine ganz neue Sicht auf die Musik und das Singen. Angeleitet durch Yuko sucht Nina nach dem Ma, der Leere zwischen den Dingen. Etwas Unglaubliches geschieht - sie findet nicht nur ihre ureigene Stimme, sondern gleichzeitig eine neue Sicht auf die Welt und das Leben ... (aus dem Verlagsprogramm)
Morgen | 19.05 Uhr
Meist sind sie aus kostbarem Material und besonders kunstvoll gestaltet - jene kleinen Kästchen in der Kirche, in denen nach dem Gottesdienst die konsekrierten Hostien aufbewahrt werden: Am römisch-katholischen "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" (wie Fronleichnam offiziell mit vollem Namen heißt) lädt die Reihe "Memo" zu einem Streifzug durch die theologische und kunsthistorische Entwicklung des "Tabernakels" ein.
In einer katholischen Kirche muss es einen Tabernakel geben, so lautet die Vorschrift, und ein rotes Licht (davor oder darüber) signalisiert die Anwesenheit des "Allerheiligsten", wie es im katholischen Sprachgebrauch heißt. Für viele gläubige Menschen ist er ein bevorzugter Ort des Gebets - und vor dem Tabernakel ist eigentlich als Zeichen des Respekts eine Kniebeuge erforderlich: Hat Gott also gleichsam einen "Wohnsitz" auf Erden?
Zu Fronleichnam wird der "Leib Christi" sogar feierlich durch die Straßen getragen: So weit geht im römisch-katholischen Bereich der christliche Glaube an die "reale Präsenz" Gottes in Brot und Wein am Altar. Dafür werden prachtvolle Zeigegefäße ("Monstranzen") verwendet.
In den evangelischen Kirchen gibt es keine Tabernakel. In orthodoxen Kirchen gibt es zwar ein entsprechendes Behältnis, allerdings dient es dort ausschließlich als Aufbewahrungsort für die Krankenkommunion. Brot und Wein aus dem Gottesdienst müssen immer vollständig konsumiert werden.
In einer katholischen Kirche muss es einen Tabernakel geben, so lautet die Vorschrift, und ein rotes Licht (davor oder darüber) signalisiert die Anwesenheit des "Allerheiligsten", wie es im katholischen Sprachgebrauch heißt. Für viele gläubige Menschen ist er ein bevorzugter Ort des Gebets - und vor dem Tabernakel ist eigentlich als Zeichen des Respekts eine Kniebeuge erforderlich: Hat Gott also gleichsam einen "Wohnsitz" auf Erden?
Zu Fronleichnam wird der "Leib Christi" sogar feierlich durch die Straßen getragen: So weit geht im römisch-katholischen Bereich der christliche Glaube an die "reale Präsenz" Gottes in Brot und Wein am Altar. Dafür werden prachtvolle Zeigegefäße ("Monstranzen") verwendet.
In den evangelischen Kirchen gibt es keine Tabernakel. In orthodoxen Kirchen gibt es zwar ein entsprechendes Behältnis, allerdings dient es dort ausschließlich als Aufbewahrungsort für die Krankenkommunion. Brot und Wein aus dem Gottesdienst müssen immer vollständig konsumiert werden.