Tagestip
Heute | 9.05 Uhr
Die Digitalisierung hat viele analoge Möglichkeiten verdrängt, vom Bezahlen bis zu Behördenwegen, und setzt damit voraus, dass alle Menschen Geräte bedienen, online navigieren und ständig neue Updates bewältigen können. Wo analoge Alternativen verschwinden, entsteht Ausgrenzung: nicht, weil Menschen "zu wenig können", sondern weil Systeme wenig Rücksicht darauf nehmen, dass Lebensrealitäten, Körper und Gewohnheiten unterschiedlich sind. Die fortschreitende Digitalisierung verlangt ständige Anpassung. Apps ändern sich, Oberflächen werden neu gestaltet, Passwörter müssen komplexer sein, Behördenwege wandern ins Netz. Für viele Menschen ist das mehr, als sie leisten können. Die Folge: Überforderung, Rückzug, Ausschluss.
Heute | 19.05 Uhr
Die (wochen-)tägliche Wissenschaftssendung präsentiert die aktuellen Ergebnisse geistes- und naturwissenschaftlicher Forschung, analysiert deren soziale Auswirkungen, ermöglicht den Dialog zwischen den einzelnen Fachdisziplinen, stellt und beantwortet Fragen zu Geschichte und Gesellschaft des vergangenen Jahrhunderts, diskutiert Weltbilder und Weltdeutungen.
Morgen | 9.30 Uhr
2 Millionen Mal wurde ein Youtube Video angeklickt: Es zeigt einen entnervten deutschen Urlaubsreisenden auf einer österreichischen Autobahn. Der Wohnwagen-Urlauber steckt schon seit Stunden im Stau fest. Auf die Frage eines Reporters wie die Stimmung denn so sei, rastet der Mann völlig aus und schlägt auf den Reporter ein.
Viele Menschen lassen den täglichen Stau, zum Beispiel auf dem Weg in die Arbeit, wie ein Naturereignis über sich ergehen. Die Akzeptanz sinkt jedoch, wenn Staus außerhalb der Norm auftreten. Das führt, je nach Charakter und persönlicher Situation, zu Stress, Lethargie oder Aggressionen. Verschärft wird die Situation durch Einflüsse wie starke Hitze oder schreiende Kinder im Auto. Die Möglichkeiten den erzwungenen Stillstand produktiv zu nutzten sind begrenzt und beschränken sich meist auf Radiohören oder E-Mails lesen. Neben der reduzierten Aktivität sind lange Staus auch "Gleichmacher", da sie Prestigeunterschiede zum Verschwinden bringen - im teuren Sportwagen steht man genauso lange im Stau wie im alten, verrosteten Kleinwagen.
Viele Menschen lassen den täglichen Stau, zum Beispiel auf dem Weg in die Arbeit, wie ein Naturereignis über sich ergehen. Die Akzeptanz sinkt jedoch, wenn Staus außerhalb der Norm auftreten. Das führt, je nach Charakter und persönlicher Situation, zu Stress, Lethargie oder Aggressionen. Verschärft wird die Situation durch Einflüsse wie starke Hitze oder schreiende Kinder im Auto. Die Möglichkeiten den erzwungenen Stillstand produktiv zu nutzten sind begrenzt und beschränken sich meist auf Radiohören oder E-Mails lesen. Neben der reduzierten Aktivität sind lange Staus auch "Gleichmacher", da sie Prestigeunterschiede zum Verschwinden bringen - im teuren Sportwagen steht man genauso lange im Stau wie im alten, verrosteten Kleinwagen.
04.02. | 11.05 Uhr
Was, wenn es die Möglichkeit gäbe, die Erde abzukühlen, der Himmel dadurch aber nie wieder blau wäre? Hannah arbeitet an einer Ausstellung mit, die dieses Blau bewahren soll, kurz bevor eine globale Geoengineering-Maßnahme in Kraft treten wird. Durch die in die Stratosphäre geschossenen Partikel wird sich das Sonnenlicht anders brechen, Meere und Flüsse werden verblassen, und der blaue Planet wird sich milchig grau färben. "Kannst du das Blaue beschreiben?", fragt Hannah und nimmt die Antworten ihrer Gesprächspartner auf: einer Filmemacherin, eines Botanikers, ihrer älteren Schwester Vera - und ihres Vaters Jakob, der ihr etwas bisher Unausgesprochenes erzählt ...