Tagestip
Heute | 10.05 Uhr
"Graslandhof" nennen Nicole Forstner und Georg Fleckl ihren Bergbauernhof, der sich auf knapp 1000 Metern Seehöhe im Ortsteil Rain befindet - eingebettet im Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. Dort haben sich die beiden aus ganz anderen beruflichen Branchen kommend - einen Lebenstraum erfüllt: Als überzeugte Quereinsteiger führen sie ihren - regenerativ bewirtschafteten - Bauernhof, etwas anders als landläufig üblich und hinterfragen konventionelle landwirtschaftliche Praktiken. Am wichtigsten ist ihnen die artgerechte Haltung ihrer Tiere - Rinder, Schweine und diverses Geflügel - und ein respektvoller Umgang mit der Natur. Wo möglich, leben Nicole Forstner, Georg Fleckel und ihre drei Töchter in Synergie mit der wilden Tier- und Pflanzenwelt. Interessierte Besucher und Besucherinnen, die in ein paar wenigen Gästezimmern untergebracht werden können, haben während ihrer Ferientage die Möglichkeit diese alternative Lebensweise ganz nah zu erleben, die Naturlandschaft zu genießen und - was besonders von Kindern geschätzt wird - das Leben auf einem Bauernhof der Vielfalt kennenzulernen. Ursula Burkert hat den Graslandhof für Ambiente besucht.
Morgen | 10.05 Uhr
Eines Morgens entdeckt der Fischer Jaime Beltrán Centeno ein Wesen im Süßwassersee Chichankanab, das da nicht hingehört: einen Hammerhai. Wie kommt dieses Meerestier in einen See, der 100 Kilometer vom Meer entfernt liegt? Der Höhlentaucher Robbie Schmittner sucht die Antwort unter der Erde, in wassergefüllten Höhlen, den "Cenotes". Er glaubt an ein gigantisches unterirdisches Netzwerk, das größte wassergefüllte Höhlensystem der Welt, das bis zum Meer reichen könnte und von dem wir nur einen winzigen Teil kennen. Geboren ist Robbie Schmittner im Spessart, aber schon seit mehr als 25 Jahren taucht er in den Cenoten und sucht Verbindungen zwischen den Höhlen. Die Zeit drängt: Verschmutzung bedroht diese einzigartigen Ökosysteme. Mexikanische Aktivistinnen versuchen, sie zu retten. Gleichzeitig kommen massenhaft Touristen, um in ihnen zu baden. Für die Maya sind Cenoten der Eingang zur Unterwelt. Legenden und Mythen ranken sich um sie. Aber auch die Wissenschaftl steht immer wieder vor Rätseln. Die Unterwasserhöhlen von Yucatan in Mexiko gehören zu den geheimnisvollsten Orten der Welt.
26.05. | 9.05 Uhr
Die menschlichen Verhaltensweisen sind stark davon geprägt, in welchem Umfeld jemand aufwächst - Kultur, Religion, Traditionen, historische Erfahrungen und daraus resultierende gesamtgesellschaftliche, aber auch gruppenspezifische Überzeugungen. Selbst die Frage, ob man in einem Wüstengebiet oder in fruchtbaren Gefilden, in dicht besiedelten Gebieten oder in der Abgeschiedenheit lebt, haben Einfluss auf ein Phänomen: die Mentalität.
"Die spinnen, die Römer!", meint der Gallier Obelix regelmäßig im Asterix-Comic. Was hier humoristisch transportiert wird, kann im realen Leben schnell in bedenkliche Richtungen abgleiten. Dann nämlich, wenn Zuschreibungen über ganze Nationen oder bestimmte Subgruppen ins Abwertende oder gar Entmenschlichende tendieren. Zugleich sind Denk- und Verhaltensmuster aber sehr wohl davon abhängig, wo und wie jemand aufgewachsen ist. Das zu analysieren und dabei auch kritisch zu hinterfragen, ist Aufgabe der Mentalitätsforschung. Diese gliedert sich in verschiedene Gebiete: Es gibt die Mentalitätsgeschichte, oder die soziologisch-politikwissenschaftliche Perspektive und nicht zuletzt die psychologische Verhaltensforschung.
"Die spinnen, die Römer!", meint der Gallier Obelix regelmäßig im Asterix-Comic. Was hier humoristisch transportiert wird, kann im realen Leben schnell in bedenkliche Richtungen abgleiten. Dann nämlich, wenn Zuschreibungen über ganze Nationen oder bestimmte Subgruppen ins Abwertende oder gar Entmenschlichende tendieren. Zugleich sind Denk- und Verhaltensmuster aber sehr wohl davon abhängig, wo und wie jemand aufgewachsen ist. Das zu analysieren und dabei auch kritisch zu hinterfragen, ist Aufgabe der Mentalitätsforschung. Diese gliedert sich in verschiedene Gebiete: Es gibt die Mentalitätsgeschichte, oder die soziologisch-politikwissenschaftliche Perspektive und nicht zuletzt die psychologische Verhaltensforschung.