Tagestip
Heute | 9.05 Uhr
Der Weg zur müllfreien Gesellschaft führt über den Stoffkreislauf. "Kreislaufwirtschaft bedeutet, dass man Produkte wieder auseinander baut und die Materialien wieder einsetzt", erklärt der Pionier der Kreislaufwirtschaft, Michael Braungart. "Wenn die Dinge allerdings nicht für Kreisläufe hergestellt werden, dann schafft man keine Kreislaufwirtschaft, sondern nur ein Downcycling." Die Bauwirtschaft ist einer der größten Abfallerzeuger. Dänemark etwa produziert jährlich rund 11,7 Millionen Tonnen Bauabfälle - diese werden für Architekten zunehmend interessant. Die Idee ist einfach: Verwende Baustoffe, die sonst im Müll landen! Im dänischen Orestad entstand eine Wohnsiedlung der besonderen Art. Das Motto: Abfall ist eine wertvolle Ressource. Der Architekt und Kreislaufpionier Anders Ledanger nennt seine Bauten "circular buildings", wenn er zum Beispiel alte Ziegel in seinen Bauten verwendet. Das Design folgt hier dem verfügbaren Material - und führt zu interessanten Ergebnissen.
Morgen | 19.05 Uhr
Wenige Monate nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 eröffnete Vladimir Putin eine großangelegte Themenausstellung mit dem Titel "Ukraine - Im Wandel der Zeiten" in Moskau. Sie sollte nicht die einzige aufwendig inszenierte Propagandaveranstaltung bleiben, mit der Rechtfertigungspolitik für diesen Krieg betrieben wurde. Während kulturelles Erbe der Ukraine zerstört und Kulturgüter geplündert werden, verbreiten in den sogenannten "neuen Regionen" mobile Ausstellungen Putins Narrativ von der "historischen Einheit der Russen und der Ukrainer". Neben Kriegsbeuteschauen ziehen seit Jahren landauf, landab auch Wanderschauen durch Russland, die den Feind im Westen präsentieren: "Nato. Eine Chronik der Grausamkeit". Heute sind russische Museen mit staatlichem Geschichtsrevisionismus im Zeichen der sogenannten "militärischen Spezialoperation" weitgehend auf Linie gebracht.
29.01. | 9.05 Uhr
Daniela Hinteregger gehört zur Zero-Waste-Bewegung. Das ist ein Lebensstil, der jeglichen Müll vermeidet. Die Idee geht auf die Amerikanerin Bea Johnson zurück, die den gesamten Müll aus dem Haushalt holen wollte. Das Totschlagargument, eine einzelne Person könne nicht genug ausrichten, lässt sie nicht gelten. Für sie als Teil der Community ist der Austausch wichtig, auch, weiter Wissen zu vermitteln und am Ball zu bleiben. "Aber natürlich braucht es die Politik und die Unternehmen", sagt Daniela Hinteregger. Reparieren, Verwenden statt Besitzen und Second-hand: sind diese alten Ideen die Wegweiser für die Zukunft?