Tagestip


Heute | 19.05 Uhr

Vibes - das Wort ist eine Kurzform des englischen `Vibration´. Es steht für Vibrieren, Schwingen, aber auch für Zittern und Erschüttern. Viele kennen Vibes auch als gleiche Wellenlänge oder eine Chemie, die zwischen zwei Menschen stimmt. Das fühlt sich gut an. Man kommt schnell ins Gespräch, weiß wie der andere tickt und muss nicht viel erklären. Tatsächlich haben Untersuchungen ergeben, dass sich die Hirnströme angleichen, wenn sich Menschen auf Anhieb sympathisch finden. Dasselbe gilt für Gestik, Mimik und die Stimme. Bevor es so weit kommt, muss man den Vibes allerdings eine Chance geben. Wer nichts über sich preisgibt oder anderen etwas vorspielt, hat eher schlechte Karten, dass die Chemie stimmt.

Morgen | 17.10 Uhr

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" schreibt Hermann Hesse in seinem Gedicht "Stufen". Das lässt sich auch ganz wunderbar auf das neue Jahr anwenden; und das ist am Dreikönigstag so frisch, dass sogar die meisten Neujahrsvorsätze noch halten.
Als kleine Motivation, vielleicht ein paar Tage länger dranzubleiben, soll diese Sendung dienen, mit einer Sammlung von Musiken, die um das Thema Neuanfang kreisen.
Bei Nina Simone, der Hohepriesterin des Soul, ist es der neue Tag, das neue Leben, das ihr hörbar gute Gefühle beschert - und die neue Dämmerung, die auch die koreanische Songwriterin Youn Sun Nah besingt, bevor George Harrison gemeinsam mit seinen drei Kollegen die Sonne aufgehen lässt. Duke Ellington sieht durch einen Kuss plötzlich Licht am Ende des Tunnels und die Alternative Country-Ikone Gillian Welch lässt sich ab jetzt einfach nicht mehr von schweren Zeiten diktieren.
Aber auch die jüngere Jazzgeneration, von der britischen Saxophonistin Jasmine Myra über den norwegischen Pianisten Kjetil Muledid bis zur österreichischen Formation Eledone, erliegt ihm mit Freuden - dem Zauber des Neuanfangs.

07.01. | 18.25 Uhr

Bulgarien tritt mit 1. Jänner der Eurozone bei. Gleichzeitig ist das Land derzeit aber ein echtes Sorgenkind in der EU. Bulgarien ist das ärmste und zweitkorrupteste Land der EU. Und es könnte wieder in die politische Instabilität abdriften. Zwischen den Jahren 2021 und 2024 gab es schon ganze sieben Parlamentswahlen. Und nun ist wieder eine Regierung zurückgetreten, sie war ein knappes Jahr im Amt.
Vor dem Regierungsrücktritt hatte es eine Massenprotestwelle gegeben. Viele Bürgerinnen und Bürger gingen gegen Korruption auf die Straße und protestierten gegen den Staatshaushalt für das Jahr 2026. Sie warfen der Regierung vor, viel Geld in korrupte staatliche Kassen umzuschichten und die Bevölkerung mit höheren Steuern und Abgaben zu belasten. In ihren Augen entwickelt sich Bulgarien immer mehr in Richtung Autokratie.