Tagestip


Heute | 18.25 Uhr

Für die Anhänger von Kryptowährungen ist Prag ein magischer Ort. Hier gibt es ein verzweigtes System von weltweit tätigen Firmen aus der Krypto-Branche, einige der Marktführer in Sachen Hardware, Handel und Dienstleistungen stammen aus Prag. Die zweitgrößte Krypto-Konferenz der Welt findet jedes Jahr in Prag statt, und es war ein Prager, der es im Jahr 2011 als erster geschafft hat, mehrere Computer miteinander zu verbinden, um gemeinsam Bitcoins zu schürfen - heute ein gängiges Verfahren, damals eine Pioniertat.
Inzwischen ist das, was als Hobby von spleenigen Tech-Enthusiasten begann, in der Politik und der Gesellschaft Tschechiens angekommen: Tschechien hat die erste Nationalbank der westlichen Welt, die Kryptowährungen gekauft hat. 2025 ist ein Gesetzespaket in Kraft getreten, das weitreichende Steuerfreiheit und andere Vorteile gewährt. Warum ist gerade Tschechien ein guter Nährboden für die Entwicklung von Kryptogeld?

Morgen | 18.25 Uhr

In Bulgarien wurde gerade wieder gewählt - zum achten Mal innerhalb von nur fünf Jahren. Nun ist der bisherige Präsident Rumen Radew neuer Regierungschef. Er will bulgarische Interessen in der EU stärker betonen. Und Radew gilt als russlandfreundlich - so wie viele andere Kräfte in Bulgarien auch.
Viele aus der jungen Generation misstrauen allerdings dem bestehenden politischen System und den Machtstrukturen. Sie sind frustriert von der grassierenden Korruption, von der politischen Einflussnahme durch superreiche Oligarchen und einem vielfach nicht funktionierenden Staatswesen. So hat sich zuletzt eine starke Protestbewegung entwickelt, die mit zu den vorgezogenen Neuwahlen führte.
Die sogenannte "Gen Z" versucht, in Bulgarien etwas zum Besseren zu verändern. Eine große Rolle dabei spielen Social Media.

20.05. | 9.05 Uhr

Der Weg in die EU hat sich für Nordmazedonien in ein Labyrinth verwandelt. Und das, obwohl das Land bereits im April 2001 einen Stabilisierungs- und Assoziierungsvertrag mit der EU unterzeichnet hat - ein halbes Jahr früher als Kroatien, das 2013 beitrat. Der Grund für die Verzögerung war ein historischer Streit mit dem südlichen Nachbarn Griechenland. Um diesen beizulegen, änderte Mazedonien seinen Namen in Nordmazedonien. Dann, so die Hoffnung der damals regierenden Sozialdemokraten, würde man der EU endlich näherkommen. Es kam anders. Mit Bulgarien legte der nächste Nachbar ein Veto ein. Die bulgarische Regierung spricht Nordmazedonien de facto ab, eine eigenständige Sprache und nationale Identität zu haben. Das Resultat: Die EU verliert an Popularität und Glaubwürdigkeit. Selbst pro-europäische Stimmen wenden sich ab. Im kleinen Nordmazedonien lässt sich beobachten, warum die Erweiterung ein so lähmender Prozess ist: Länder, die bereits im "Club" sind, können jederzeit ein Veto einlegen.