Tagestip


Heute | 15.30 Uhr

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und in Österreich ist die Eissaison in vollem Gange. Aber was macht eine gute Kugel Milcheis aus? Franz Steiner muss es wissen. Der Zuckerbäcker stellt seit 45 Jahren Speiseeis her, wurde 2012 Eis-Europameister, lehrt sein Handwerk an der Innung und betreibt einen Eissalon in Wien-Floridsdorf. Dort macht er Vanilleeis und zeigt, warum gutes Eis vor allem eines braucht: Balance. Wien gilt als Eishochburg. Rund 150 Eissalons gibt es laut WienTourismus in der Stadt. Ö1 hat sich auf der Straße umgehört und Menschen vor Eisdielen gefragt, was für sie gutes Milcheis ausmacht.
Lisa und Giorgio Leone kamen über einen Italienurlaub zum Gelato. Zurück in Wien sattelten sie beruflich um und eröffneten Leones Gelato. Dort setzen sie auf frische Milch, kleine Mengen und geschlossene "Pozzetti" statt offener Wannen.

Morgen | 17.05 Uhr

Internationale Konflikte, wie auch der Russisch-Ukrainische Krieg, zeigen, wie Energieabhängigkeiten als politisches Druckmittel genutzt werden, etwa durch Sanktionen oder Lieferstopps. Zudem verschärft die Konkurrenz um Fördergebiete und Transportwege globale Spannungen, während in der Übergangsphase zu erneuerbaren Energien neue geopolitische Dynamiken entstehen.
Diagonal widmete sich 2005 dem Erdöl. Die öffentliche Debatte um "Peak Oil", das globale Ölfördermaximum, jener Zeitpunkt nach dem die Verfügbarkeit des Rohstoffs stetig abnehmen und globale Effekte zeitigen sollte, war 2005 auf einem Höhepunkt. Der Pressetext zur damaligen Sendung lautete: "Die Krisenszenarien weder immer alarmistischer: Immer kürzer reichen die Vorräte, immer höher steigen die Preise für den begehrten Rohstoff und jetzt kauft auch noch China im großen Maßstab auf den Ölmärkten ein. Werden Kriege wirklich schon um Öl bzw. um Pipelinerouten geführt? Haben wir wirklich nur die Wahl zwischen der Abhängigkeit von Saudi-Arabien und jener von Russland? Bieten Alternativenergien Auswege aus der Ölfalle oder werden Fortschritte in der Fördertechnik auch den zukünftigen Ölhunger stillen können?"

31.05. | 10.05 Uhr

Politisch ist Turku schon seit zweihundert Jahren nicht mehr die Hauptstadt Finnlands. Auf dem Gebiet der Kulinarik sieht man sich hier aber noch immer auf dem Spitzenplatz, wie ein Rundgang durch die Markthalle und zu lokalen Produzenten zeigt. Mit Superlativen geht es auch entlang der Küste der Bottensee weiter. Der historische Kern der Stadt Rauma ist als größte hölzerne Altstadt Skandinaviens Unesco-Weltkulturerbe, das Kvarken-Archipel vor Vaasa, der schwedischsten aller finnischen Städte, Unesco-Weltnaturerbe. Dass der Gin, der hier in der Gegend gebrannt wird, bereits mehrere Weltmeistertitel gewonnen hat, versteht sich da fast von selbst. Georg Renöckl hat die Westküste Finnlands bereist.
Wer braucht schon Paris, wenn man Turku hat, lautet ein finnisches Sprichwort. Nicht zufällig steht es auch auf einem Plakat in der historischen Markthalle im Zentrum der historischen Hauptstadt Finnlands zu lesen, einem Ort der puren Lebensfreude. Neben allen denkbaren Herrlichkeiten aus dem Meer und von den Äckern der Region gibt es hier auch Zimtschnecken aus Sauerteig zu kaufen, die Kennern als die besten Finnlands gelten. Gebacken werden sie an einem Ort mit ungewöhnlicher Geschichte: Wo heute Sauerteige reifen, schwitzten einst Finnlands gefährlichste Häftlinge - in der Sauna des Hochsicherheitsgefängnisses von Kakola. Die Backstein-Festung auf einem Hügel über Turku ist heute ein Hotel, das augenzwinkernd auf seine Vergangenheit anspielt. Die originalen erhaltenen Zellen, in denen man auf Wunsch übernachten kann, sollen vor allem bei jungvermählten Paaren sehr beliebt sein.