Tagestip


Heute | 19.05 Uhr

Seit gut 20 Jahren ist das Europäische Emissionshandelssystem das wichtigste Klimaschutzinstrument der EU. Ziel ist es, die Treibhausgase der EU, Islands, Norwegens und Liechtensteins dauerhaft zu senken. Dafür werden an die Energiewirtschaft und an Industrien, die viel CO2 und andere Treibhausgase ausstoßen, Zertifikate ausgegeben, die bei erfolgreicher CO2-Reduktion an andere verkauft werden können. Gleichzeitig werden die Gesamtmenge an Zertifikaten und damit die legalen Emissionen immer weiter gesenkt. Neben dem europäischen System gibt es auch einen großen Markt an privaten CO2-Zertifikaten: Firmen kaufen Zertifikate von Klimaschutzprojekten, um ihre eigene Treibhausgasbilanz zu verbessern. Auch das EU-System lässt einen Spielraum von fünf Prozent der Emissionen, der mit privaten Zertifikaten gefüllt werden kann. Wie funktioniert der europäische Emissionshandel, was bedeutet er für die globale Wettbewerbsfähigkeit der EU und wie effektiv ist er tatsächlich im Klimaschutz?

Morgen | 18.25 Uhr

Die EU-Richtlinie für mehr Lohntransparenz tritt am 7. Juni in Kraft. Dann sollen Beschäftigte in der EU wissen dürfen, wie viel ihre Kolleginnen und Kollegen im Schnitt verdienen. Das soll das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen sichtbar machen und den Gender Pay Gap verringern. Aber die Umsetzung in Österreich verzögert sich: Die Sozialpartner können sich nicht einigen. Die Wirtschaftskammer befürchtet eine Bürokratielawine, Arbeiterkammer und Gewerkschaft werfen den Arbeitgebern Blockade vor. Ein nationales Gesetz zur Umsetzung der Richtlinie wird daher nicht rechtzeitig vorliegen. Viele Unternehmen bereiten sich trotzdem auf die EU-Regelungen vor.
In der Saldo-Reportage geht es darum, wie groß der Aufwand in der Praxis tatsächlich ist, was sich mit Juni ändern wird und ob Lohntransparenz helfen kann, den Gender Pay Gap zu schließen.

29.05. | 15.30 Uhr

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen und in Österreich ist die Eissaison in vollem Gange. Aber was macht eine gute Kugel Milcheis aus? Franz Steiner muss es wissen. Der Zuckerbäcker stellt seit 45 Jahren Speiseeis her, wurde 2012 Eis-Europameister, lehrt sein Handwerk an der Innung und betreibt einen Eissalon in Wien-Floridsdorf. Dort macht er Vanilleeis und zeigt, warum gutes Eis vor allem eines braucht: Balance. Wien gilt als Eishochburg. Rund 150 Eissalons gibt es laut WienTourismus in der Stadt. Ö1 hat sich auf der Straße umgehört und Menschen vor Eisdielen gefragt, was für sie gutes Milcheis ausmacht.
Lisa und Giorgio Leone kamen über einen Italienurlaub zum Gelato. Zurück in Wien sattelten sie beruflich um und eröffneten Leones Gelato. Dort setzen sie auf frische Milch, kleine Mengen und geschlossene "Pozzetti" statt offener Wannen.