Tagestip


Heute | 19.05 Uhr

In Marokko demonstrierten vergangenen Herbst vorwiegend junge Menschen für eine Verbesserung des Bildungs- und des Gesundheitssystems sowie gegen die Korruption im Land. "GenZ 212" nennt sich die größte Protestwelle seit dem "arabischen Frühling"; "212" steht für die Telefonvorwahl des Landes. Ihr Hauptkritikpunkt: Während das Land Milliarden für die Austragung des Afrika-Cups und die Fußball-WM 2030 in die Hand nimmt, liegt das Sozialwesen im Argen. Im Zuge der Demonstrationen kam zu Todesfällen und Verhaftungen. Während die Protestwelle weitgehend abgeklungen ist, scheinen die grundlegenden sozialen Probleme in Marokko keineswegs gelöst.

Morgen | 9.30 Uhr

Felix ist ein begnadeter Theatermacher und in der Szene ein Star. Seine Inszenierungen sind herausfordernd, aufregend, legendär. Nun will er Shakespeares "Der Sturm" auf die Bühne bringen. Das soll ihn noch berühmter machen - und ihm helfen, eine private Tragödie zu vergessen. Doch nach einer Intrige seiner engsten Mitarbeiter zieht sich Felix zurück, verliert sich in Erinnerungen und sinnt auf Rache. Die Gelegenheit kommt zwölf Jahre später, als ein Zufall die Verräter in seine Nähe bringt. Mit "Hexensaat" hat die kanadische Schriftstellerin Margret Atwood anlässlich des großen Shakespeare-Jubiläumsjahres 2016 ein Pendant zu dessen Drama "Der Sturm" geschaffen. Ob dieses auch gelungen ist, erörtert Tim Felchlin gemeinsam mit Sylvia Mieszkowski, Professorin für britische Literatur am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Universität Wien.

03.06. | 11.05 Uhr

Als die talentierte angehende Sängerin Nina eines Tages wie aus dem Nichts ihre Stimme verliert, verlässt sie fluchtartig die Musikhochschule. Ihre Suche nach Hilfe führt sie nach Wien und zu einer unkonventionellen Gesangslehrerin. Doch erst als sie die Japanerin Yuko kennenlernt, eröffnet sich ihr eine ganz neue Sicht auf die Musik und das Singen. Angeleitet durch Yuko sucht Nina nach dem Ma, der Leere zwischen den Dingen. Etwas Unglaubliches geschieht - sie findet nicht nur ihre ureigene Stimme, sondern gleichzeitig eine neue Sicht auf die Welt und das Leben ... (aus dem Verlagsprogramm)