Tagestip
Heute | 18.25 Uhr
In Bulgarien wurde gerade wieder gewählt - zum achten Mal innerhalb von nur fünf Jahren. Nun ist der bisherige Präsident Rumen Radew neuer Regierungschef. Er will bulgarische Interessen in der EU stärker betonen. Und Radew gilt als russlandfreundlich - so wie viele andere Kräfte in Bulgarien auch.
Viele aus der jungen Generation misstrauen allerdings dem bestehenden politischen System und den Machtstrukturen. Sie sind frustriert von der grassierenden Korruption, von der politischen Einflussnahme durch superreiche Oligarchen und einem vielfach nicht funktionierenden Staatswesen. So hat sich zuletzt eine starke Protestbewegung entwickelt, die mit zu den vorgezogenen Neuwahlen führte.
Die sogenannte "Gen Z" versucht, in Bulgarien etwas zum Besseren zu verändern. Eine große Rolle dabei spielen Social Media.
Viele aus der jungen Generation misstrauen allerdings dem bestehenden politischen System und den Machtstrukturen. Sie sind frustriert von der grassierenden Korruption, von der politischen Einflussnahme durch superreiche Oligarchen und einem vielfach nicht funktionierenden Staatswesen. So hat sich zuletzt eine starke Protestbewegung entwickelt, die mit zu den vorgezogenen Neuwahlen führte.
Die sogenannte "Gen Z" versucht, in Bulgarien etwas zum Besseren zu verändern. Eine große Rolle dabei spielen Social Media.
Morgen | 9.05 Uhr
Der Weg in die EU hat sich für Nordmazedonien in ein Labyrinth verwandelt. Und das, obwohl das Land bereits im April 2001 einen Stabilisierungs- und Assoziierungsvertrag mit der EU unterzeichnet hat - ein halbes Jahr früher als Kroatien, das 2013 beitrat. Der Grund für die Verzögerung war ein historischer Streit mit dem südlichen Nachbarn Griechenland. Um diesen beizulegen, änderte Mazedonien seinen Namen in Nordmazedonien. Dann, so die Hoffnung der damals regierenden Sozialdemokraten, würde man der EU endlich näherkommen. Es kam anders. Mit Bulgarien legte der nächste Nachbar ein Veto ein. Die bulgarische Regierung spricht Nordmazedonien de facto ab, eine eigenständige Sprache und nationale Identität zu haben. Das Resultat: Die EU verliert an Popularität und Glaubwürdigkeit. Selbst pro-europäische Stimmen wenden sich ab. Im kleinen Nordmazedonien lässt sich beobachten, warum die Erweiterung ein so lähmender Prozess ist: Länder, die bereits im "Club" sind, können jederzeit ein Veto einlegen.
21.05. | 19.05 Uhr
Große Stimmen lesen Originaltexte der Weltliteratur - von internationalen Klassikern über heimische Neuerscheinungen bis zum Ö1 Essay.