Tagestip


Heute | 19.05 Uhr

Meist sind sie aus kostbarem Material und besonders kunstvoll gestaltet - jene kleinen Kästchen in der Kirche, in denen nach dem Gottesdienst die konsekrierten Hostien aufbewahrt werden: Am römisch-katholischen "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" (wie Fronleichnam offiziell mit vollem Namen heißt) lädt die Reihe "Memo" zu einem Streifzug durch die theologische und kunsthistorische Entwicklung des "Tabernakels" ein.
In einer katholischen Kirche muss es einen Tabernakel geben, so lautet die Vorschrift, und ein rotes Licht (davor oder darüber) signalisiert die Anwesenheit des "Allerheiligsten", wie es im katholischen Sprachgebrauch heißt. Für viele gläubige Menschen ist er ein bevorzugter Ort des Gebets - und vor dem Tabernakel ist eigentlich als Zeichen des Respekts eine Kniebeuge erforderlich: Hat Gott also gleichsam einen "Wohnsitz" auf Erden?
Zu Fronleichnam wird der "Leib Christi" sogar feierlich durch die Straßen getragen: So weit geht im römisch-katholischen Bereich der christliche Glaube an die "reale Präsenz" Gottes in Brot und Wein am Altar. Dafür werden prachtvolle Zeigegefäße ("Monstranzen") verwendet.
In den evangelischen Kirchen gibt es keine Tabernakel. In orthodoxen Kirchen gibt es zwar ein entsprechendes Behältnis, allerdings dient es dort ausschließlich als Aufbewahrungsort für die Krankenkommunion. Brot und Wein aus dem Gottesdienst müssen immer vollständig konsumiert werden.

Morgen | 13.00 Uhr

Die Idylle ist getrübt: Kühe wären aggressiv, wird in Zeitungen berichtet, "wenn Kühe töten", ist da beispielsweise zu lesen. Wandern werde gefährlich, heißt es, denn "Kuhattacken" würden häufiger. Am 14. Mai starb eine Frau in Osttirol nach dem Angriff einer Kuhherde auf einem Wanderweg. Was weiß man über Kuhangriffe, mögliche Ursachen und Risikofaktoren? Was tut man, wenn man einer Kuh auf der Weide begegnet, was nicht und wie kann man das Verhalten von Rindern einschätzen?
In Österreich werden insgesamt 7.971 Almen bewirtschaftet, die meisten davon in Tirol, Kärnten und Salzburg, insgesamt eine Fläche größer als Vorarlberg, fasst das Portal Unsere Almen zusammen. Im Vorjahr wurden rund 300.000 Rinder auf die Almen gebracht, davon etwa 50.000 Mutterkühe, fast 103.000 Schafe, 13.500 Ziegen sowie fast 11.000 Pferde. Dort treffen sie auf Millionen Menschen - denn in Zeiten der Klimakrise wird Urlaub in den Bergen immer beliebter. Almen sind dabei ein unverzichtbares Sujet der Tourismuswerbung, Kuh inklusive. Sind Nutzungskonflikte zwangsläufige Folgen des regional enormen Andrangs, der auch immer mehr unerfahrene Wanderer, immer mehr Wanderer mit Hunden und E-Bike-Fahrer auf die Weideflächen bringt? Oder werden die Tiere scheu, weil sie in der extensiven Haltung auf den Almen weniger Kontakt zu den Bäuerinnen und Bauern haben?

06.06. | 19.05 Uhr

Er wollte einst klassischen Gesang studieren und wurde leider abgelehnt. Dafür sind Musik und Gesang jetzt feste Bestandteile seines Programms: Der deutsche Kabarettist Martin Frank, Eigendefinition "Parade-Niederbayer".
Wie viele namhafte Landsleute, darunter namhafte Kollegen wie Ottfried Fischer, Monika Gruber oder Martina Schwarzmann, verbrachte er seine Kindheit auf einem Bauernhof. Autobiografische Geschichten aus einem Mehrgenerationenhaus im Bayerischen Wald waren bisher seine Spezialität. Jetzt hat er sich einen eigenen Kosmos für seine Geschichten ausgedacht: Allegro Süd.
Der Pressetext verrät: "Sie sehnen sich nach einem Kurzurlaub aus dem Wahnsinn der Welt? Dann kommen Sie für einen zweistündigen Comedyabend nach Allegro Süd. Sie wissen nicht, wo das liegt? Martin auch nicht. Aber der 33-jährige Comedian hat alles im Gepäck, was der Name "Allegro Süd" verspricht: authentische Gags, mitreißendes Tempo, genussvolle Musik und einen unvergleichlichen bayerischen Charme. Während sich anderswo die großen Dampfplauderer in die ersten Reihen drängen und die Welt mit Hasstiraden in den Wahnsinn treiben, schätzt man in Allegro Süd die bodenständige zweite Geige.