Tagestip
Heute | 19.05 Uhr
Es hat schon vor einiger Zeit begonnen, als die digitale Fotografie sich anschickte, die analoge abzulösen. Doch jetzt, 200 Jahre nach ihrer Erfindung kommen neue Umwälzungen auf die Fotografie zu: die KI erobert die Bearbeitungsprogramme und gefakte Bilder machen es immer schwerer, Wahr von Falsch zu unterscheiden. Zudem verschieben sich die bildlichen Darstellungen von den traditionellen Medien in die digitalen, wo alle ihre eigenen Fotos einstellen können. Was wird aus dem Beruf des Fotografen? Wer möchte ihn heute noch erlernen? Und wie gefährlich ist in Zeiten zunehmender kriegerischer Auseinandersetzungen der Job einer Dokumentarfotografin geworden?
Morgen | 18.25 Uhr
Mit dem Rücktritt von Roland Weißmann als Generaldirektor wegen des Vorwurfs sexueller Belästigung einer Mitarbeiterin - den er bestreitet und rechtlich bekämpft - ist der ORF ins Sperrfeuer geraten. Und zwar von mehreren Seiten: einmal als gewichtiges Beispiel dafür, wie mutmaßlicher Machtmissbrauch gegenüber Frauen trotz entsprechender Anlaufstellen im Haus durchschlagen kann. Auch ist die Spitze des Stiftungsrats unter Druck gekommen, mögliche Unvereinbarkeiten von Mitgliedern werden offen thematisiert. Und nicht zuletzt ist der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr denn je zur Projektionsfläche geworden für Befindlichkeiten einer Medienbranche, die auf der Suche nach ihrer Zukunftsfähigkeit ist. Vor diesem Hintergrund hat die neue ORF-Führung unter Ingrid Thurnher schonungslose Aufklärung und klare Konsequenzen versprochen. #doublecheck fragt nach, ob und wie das gelingen kann.
10.04. | 19.05 Uhr
Vergangenen Mai hat Donald Trump Microsoft angewiesen, das Emailkonto von Karim Khan zu blockieren. Khan war damals Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs und hatte einen Haftbefehl gegen Benjamin Netanjahu erlassen. Der Strafgerichtshof war wegen dieser Emailsperre tagelang in seiner Arbeit gehindert - und Trump zeigte, dass er per Dekret Organisationen, die auf US-Technologien laufen, quasi blockieren kann.
Für Europa war das ein Weckruf. Viele europäische Organisationen und Regierungen benutzen die Technologien großer US-Firmen, jetzt versuchen sie unabhängig zu werden und eigene digitale Lösungen aufzubauen. Die französische Regierung hat Ende Jänner etwa angekündigt, für Videokonferenzen nicht mehr die US-Software Zoom zu verwenden, sondern auf ein französisches Unternehmen umzusteigen.
Wie es in Europa um digitale Souveränität steht, was in diese Richtung schon passiert und ob es schnell genug geht - das fragen Irmi Wutscher und Julia Gindl in dieser Matrix-Ausgabe.
Für Europa war das ein Weckruf. Viele europäische Organisationen und Regierungen benutzen die Technologien großer US-Firmen, jetzt versuchen sie unabhängig zu werden und eigene digitale Lösungen aufzubauen. Die französische Regierung hat Ende Jänner etwa angekündigt, für Videokonferenzen nicht mehr die US-Software Zoom zu verwenden, sondern auf ein französisches Unternehmen umzusteigen.
Wie es in Europa um digitale Souveränität steht, was in diese Richtung schon passiert und ob es schnell genug geht - das fragen Irmi Wutscher und Julia Gindl in dieser Matrix-Ausgabe.