Tagestip


Heute | 9.30 Uhr

Immer mehr Unternehmen analysieren heute den digitalen Auftritt ihrer potenziell zukünftigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf diversen Plattformen, bevor sie diese überhaupt erst zu einem Vorstellungsgespräch einladen. Wer dort nicht zu finden ist, gilt automatisch schon als suspekt. Was bedeutet das für Menschen, denen es widerstrebt, sich selbst zu präsentieren oder die sich schwertun, sich zu vermarkten?
Ingeborg Kuca - Unternehmensberaterin und Expertin im Bereich Führungskraft - beschäftigt sich schon lange mit den Phänomenen Introversion und Extraversion. Und sie sagt: Die Talente und Potentiale von zurückhaltenden Menschen werden meist verkannt. Dabei könnten wir als Gesellschaft viel von ihnen lernen. Gleichzeitig sollten Menschen mit introvertiertem Charakter auch lernen, ihre vermeintlichen Schwächen als Stärken wahrzunehmen und auch als solche zu kommunizieren. Wie das gehen kann? Dazu hat Kuca 2023 einen Ratgeber geschrieben. Schon der Untertitel verrät, was sie damit erreichen will: "Das Geheimnis der Silent Muscles für Introvertierte, Führungskräfte und Teams" zu beleuchten. Denn sie ist überzeugt: Von den stillen Muskeln können auch die Unternehmen profitieren. Welche neuen Modelle in der Arbeitswelt aber auch im kollegialen Verhalten wären hier also denkbar?

Morgen | 18.25 Uhr

Früher haben hunderttausende Brillenpinguine die Inseln und Küsten Südafrikas bevölkert. Heute steht der Afrikanische Pinguin auf der Roten Liste der bedrohten Arten. In der Wildnis gibt es nur noch 8.000 brütende Paare. Zigtausende dürften verhungert sein. Die Vögel sind stark auf Sardinen angewiesen, doch steigende Temperaturen und veränderter Salzgehalt des Meerwassers als Folge des Klimawandels beeinträchtigen das Laichverhalten der Fische - und damit die Nahrungsgrundlage der Pinguine.
Wissenschafter:innen warnen: Wenn nichts passiert, wird der Brillenpinguin in den nächsten zehn Jahren ausgestorben sein. Südafrikanische Tierschutzorganisationen wollen das verhindern. Sie päppeln kranke oder verletzte Tiere in Rettungsstationen wieder auf und betreiben Brutprogramme.

13.03. | 11.05 Uhr

Das Leben fühlt sich manchmal an, als hätte man jeden Tag aufs Neue einen gleichförmigen Reigen an lästigen Pflichten und langweilen Banalitäten zu absolvieren. Denn der Alltag, meint der Schriftsteller Karl-Markus Gauß, stehe im schlechten Ansehen, den Menschen vom eigentlichen Leben, von der Freiheit, vom Fest fernzuhalten. Es sei, als nötige er uns dazu, alle Tage zu warten: auf den Dienstschluss, auf das Wochenende, auf den Urlaub, auf die Pension.
Karl-Markus Gauß versucht dieser Haltung ein Lob des Alltags entgegenzusetzen. Die täglichen Routinen nehmen schließlich den überwiegenden Teil unserer Lebenszeit ein. Mit ausgewählten literarischen Texten von Schriftstellerkollegen und -kolleginnen macht sich Karl-Markus Gauß im Ö1 Essay auf, "die Welt alle Tage neu zu entdecken, die Schönheit des Unscheinbaren zu fassen und die Würde des wenig Beachteten zu erfahren". "Lob des Alltags" ist 2026 jeweils am 1. Freitag im Monat zu hören.