Tagestip


Heute | 9.05 Uhr

Es wäre nicht das erste Mal, dass Nachhaltigkeit versprochen, aber nicht eingehalten wird. Warnendes Beispiel sind die "Lost Places" der letzten Winterspiele in den italienischen Alpen in Turin und Sestriere 2006: Zahlreiche Sportstätten und Gebäude verfallen.
Olympia 2026 wird zur Nagelprobe für den alpinen Tourismus insgesamt. Das Weltnaturerbe Dolomiten ächzt schon jetzt unter den Massen an Besuchern. Naturschönheiten wie die Drei Zinnen oder der Pragser Wildsee müssen regelmäßig wegen Überfüllung geschlossen werden.
Der Klimawandel verschlimmert die Lage: Massive Felsstürze und Gletscherabbrüche haben die Alpen in die Schlagzeilen gebracht. Die Gletscherschmelze beschleunigt sich Jahr für Jahr.
Das Feature zeigt an den Vorbereitungen der Winterspiele 2026, was Tourismus für die Alpen bedeuten kann - und wie es besser geht. Lungariü in Südtirol zählt zu den "Bergsteigerdörfern", genauso wie Ramsau am Rande des Nationalparks Berchtesgaden. Die Orte machen vor, wie ein auskömmlicher Tourismus ohne dauernde technische Eingriffe und Wachstum funktioniert. Was könnte die olympische Bewegung davon lernen? Und könnten die Alpen als Raum mit begrenzten Ressourcen zum Zukunftslabor werden für eine Gesellschaft, die die Transformation zu einem umwelt- und klimafreundlichen Lebensstil bewältigen muss?

Morgen | 10.05 Uhr

Namibia ist eines der landschaftlich abwechslungsreichsten und gleichzeitig eines der am leichtesten zu bereisenden Ländern Afrikas. Seinen Namen hat der junge, erst 1990 unabhängig gewordene Staat von der Namib, der ältesten Wüste der Welt. Sie erstreckt sich entlang der Atlantik-Küste gut 2.000 Kilometer in Nord-Süd-Richtung und greift etwa 150 Kilometer ins Land hinein. Die gigantischen Sanddünen rund um das Weltnaturerbe Sossusvlei bieten eine gute Gelegenheit, mit dieser Landschaft der Kargheit auf Tuchfühlung zu gehen. Überlebenskünstler wie die Nara-Pflanze und die Oryx-Antilope bekommt man zu Gesicht, und wenn es geregnet hat, scheint die Vegetation für kurze Zeit regelrecht zu explodieren.

02.02. | 9.05 Uhr

Die Digitalisierung hat viele analoge Möglichkeiten verdrängt, vom Bezahlen bis zu Behördenwegen, und setzt damit voraus, dass alle Menschen Geräte bedienen, online navigieren und ständig neue Updates bewältigen können. Wo analoge Alternativen verschwinden, entsteht Ausgrenzung: nicht, weil Menschen "zu wenig können", sondern weil Systeme wenig Rücksicht darauf nehmen, dass Lebensrealitäten, Körper und Gewohnheiten unterschiedlich sind. Die fortschreitende Digitalisierung verlangt ständige Anpassung. Apps ändern sich, Oberflächen werden neu gestaltet, Passwörter müssen komplexer sein, Behördenwege wandern ins Netz. Für viele Menschen ist das mehr, als sie leisten können. Die Folge: Überforderung, Rückzug, Ausschluss.

02.02. | 19.05 Uhr

Die (wochen-)tägliche Wissenschaftssendung präsentiert die aktuellen Ergebnisse geistes- und naturwissenschaftlicher Forschung, analysiert deren soziale Auswirkungen, ermöglicht den Dialog zwischen den einzelnen Fachdisziplinen, stellt und beantwortet Fragen zu Geschichte und Gesellschaft des vergangenen Jahrhunderts, diskutiert Weltbilder und Weltdeutungen.